Tripeptid-Kollagen: Was sagt die Forschung?
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Tripeptid-Kollagen: Was sagt die Forschung?
Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Körper. In den letzten Jahren hat sich die Forschung zunehmend mit einer speziellen Form beschäftigt: dem sogenannten Kollagen-Tripeptid (CTP). Im Gegensatz zu herkömmlichem hydrolysiertem Kollagen besteht CTP aus sehr kurzen Peptidketten – meist aus nur drei Aminosäuren (Glycin-Prolin-Hydroxyprolin), die im Körper besonders gut resorbiert werden können.
Wichtiger Hinweis: Für Kollagen als Inhaltsstoff liegen derzeit keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben gemäß der EU-Verordnung Nr. 1924/2006 (HCVO) vor. Die folgenden Informationen geben einen Überblick über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung und stellen keine Heilversprechen dar.
Was ist Kollagen-Tripeptid?
Kollagen-Tripeptid entsteht durch einen speziellen enzymatischen Hydrolyseprozess, bei dem Kollagen in besonders kleine Einheiten aufgespalten wird. Die charakteristische Sequenz Glycin-Prolin-Hydroxyprolin (Gly-Pro-Hyp) gilt als eine der häufigsten Tripeptidstrukturen im Kollagen und ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen.
Ausgewählte Studien im Überblick
Resorption und Bioverfügbarkeit
Eine Studie von Iwai et al. (2005), veröffentlicht im Journal of Agricultural and Food Chemistry, untersuchte die Resorption von Kollagenpeptiden nach oraler Einnahme. Die Forscher konnten nachweisen, dass spezifische Kollagenpeptide – darunter Gly-Pro-Hyp – nach der Einnahme im Blutplasma nachweisbar waren. Dies deutet darauf hin, dass diese Peptide die Darmbarriere passieren und in den Blutkreislauf gelangen können.
Hautforschung
Proksch et al. (2014) veröffentlichten in der Fachzeitschrift Skin Pharmacology and Physiology eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 69 Frauen im Alter von 35–55 Jahren. Nach 8-wöchiger Einnahme von Kollagenpeptiden wurden Veränderungen in der Hautelastizität gemessen. Die Autoren beobachteten statistisch signifikante Unterschiede zwischen der Kollagen- und der Placebogruppe. Die Studie wurde von einem Kollagenhersteller mitfinanziert, was bei der Bewertung der Ergebnisse berücksichtigt werden sollte.
Gelenkknorpel-Forschung
Clark et al. (2008) untersuchten in einer Studie, veröffentlicht im Current Medical Research and Opinion, die Wirkung von hydrolysiertem Kollagen auf Sportler mit Gelenkbeschwerden. Die Studie umfasste 147 Teilnehmer über 24 Wochen. Die Autoren berichteten über Unterschiede zwischen den Gruppen, wiesen jedoch selbst auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin.
Einordnung der Studienlage
Die bisherige Forschung zu Kollagen-Tripeptiden ist vielversprechend, befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium. Wichtige Punkte bei der Bewertung:
- Viele Studien haben kleine Teilnehmerzahlen
- Ein Teil der Studien wird von Herstellern mitfinanziert
- Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat bislang keine gesundheitsbezogenen Angaben für Kollagen zugelassen
- Weitere unabhängige Langzeitstudien sind erforderlich
Fazit
Kollagen-Tripeptid ist ein interessanter Forschungsgegenstand, der in den letzten Jahren zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Die vorliegenden Studien liefern erste Hinweise, die jedoch durch weitere unabhängige Forschung bestätigt werden müssen. Als Nahrungsergänzungsmittel kann Kollagen-Tripeptid Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
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Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.