Kollagen ist nicht gleich Kollagen
Kollagen ist nicht gleich Kollagen. In der Fachliteratur werden mehr als 28 Kollagentypen beschrieben. Für die Auswahl eines Kollagenprodukts sind jedoch vor allem Typ I, Typ II und Typ III relevant. Sie unterscheiden sich in ihrem natürlichen Vorkommen, ihrer Rohstoffquelle und der Form, in der sie in Nahrungsergänzungsmitteln angeboten werden.
Die schnelle Orientierung: Typ I und Typ III kommen häufig gemeinsam in klassischen Kollagenpulvern vor. Typ II ist vor allem mit Knorpelgewebe verbunden und wird als eigene Produktkategorie angeboten. Welche Variante zu Ihren persönlichen Auswahlkriterien passt, erkennen Sie an Kollagentyp, Rohstoffquelle, Zutatenliste und Produktkennzeichnung.
Welcher Kollagentyp passt zu Ihrer Auswahl?
| Kollagentyp | Natürliches Vorkommen | Typische Produktform | Passendes Kaufkriterium |
|---|---|---|---|
| Typ I | Haut, Knochen, Sehnen und Bänder | Hydrolysat oder Kollagenpeptide | Klassisches Kollagenpulver mit klarer Rohstoff- und Mengenangabe |
| Typ II | Vor allem Knorpelgewebe | Hydrolysiertes oder natives Kollagen Typ II | Eindeutige Typ-II-Kennzeichnung und nachvollziehbare Quelle |
| Typ III | Häufig gemeinsam mit Typ I in Haut und Bindegewebe | Meist Begleitanteil in Typ-I-Produkten | Prüfen, ob Typ III ausdrücklich ausgewiesen wird |
Kollagen Typ I: die klassische Pulverform
Kollagen Typ I macht den größten Anteil des Kollagens im menschlichen Körper aus und kommt unter anderem in Haut, Knochen, Sehnen und Bändern vor. In Nahrungsergänzungsmitteln wird Typ I häufig als hydrolysiertes Kollagen beziehungsweise als Kollagenpeptide angeboten. Typische Rohstoffquellen sind Rind und Fisch.
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Kollagen Typ II: die spezifische Kollagenkategorie
Kollagen Typ II ist ein natürlicher Bestandteil von Knorpelgewebe. Es wird deshalb als eigene Kollagenkategorie angeboten und kann als hydrolysiertes oder natives, nicht hydrolysiertes Kollagen vorkommen. Diese Produktformen sind nicht automatisch gleichzusetzen. Achten Sie daher auf die genaue Produktbezeichnung und die vollständige Zutatenliste.
Kollagen Typ III: häufig gemeinsam mit Typ I
Kollagen Typ III kommt häufig zusammen mit Typ I in Haut und Bindegewebe vor. In Kollagenpulvern wird Typ III deshalb oft nicht als isolierter Einzelrohstoff angeboten, sondern als natürlicher Begleitanteil eines Typ-I-Kollagens. Ob Typ III ausdrücklich ausgewiesen wird, hängt von Rohstoff, Herstellung und Kennzeichnung ab.
Hydrolysiertes und natives Kollagen
- Hydrolysiertes Kollagen: wurde durch Hydrolyse in kleinere Peptide aufgespalten. Es wird häufig als Kollagenhydrolysat oder Kollagenpeptide bezeichnet und ist in der Regel gut in Flüssigkeiten löslich.
- Natives Kollagen: wurde nicht in gleicher Weise hydrolysiert. Die Produktbeschreibung sollte klar benennen, ob es sich um natives Kollagen oder ein Hydrolysat handelt.
Die Begriffe „Peptide“, „Hydrolysat“ und „nativ“ beschreiben die Produktform, nicht automatisch die Qualität oder eine bestimmte Wirkung. Lesen Sie deshalb immer die vollständige Kennzeichnung.
Tripeptid-Kollagen als eigene Produktvariante
Tripeptid-Kollagen gehört ebenfalls zu den hydrolysierten Kollagenprodukten, wird aber über ein kleineres Peptidformat beschrieben. Wenn Sie Produkte mit unterschiedlichen Peptidgrößen vergleichen, sollten Sie zusätzlich Rohstoffquelle, Rezeptur, Portionsgröße und Preis pro Portion gegenüberstellen.
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Worauf Sie bei der Qualität achten sollten
Rohstoffquelle und Herkunft
Rind, Fisch, Geflügel oder andere tierische Quellen können für unterschiedliche Kollagenprodukte verwendet werden. Achten Sie darauf, ob die Quelle klar benannt ist und ob die Angaben zur Herstellung nachvollziehbar sind. Bei Allergien oder besonderen Ernährungsformen ist die Rohstoffquelle besonders wichtig.
Rezeptur und Reinheit
Prüfen Sie, ob das Produkt ausschließlich Kollagen enthält oder zusätzlich Aromen, Süßungsmittel, Trennmittel oder andere Zutaten. Zusätzliche Zutaten sind nicht automatisch ein Mangel, sollten aber transparent aufgeführt werden. Vergleichen Sie außerdem die Kollagenmenge pro Portion und nicht nur die Packungsgröße.
Herstellungsangaben
Angaben zu HACCP oder anderen Qualitätsmanagementsystemen können Hinweise auf kontrollierte Produktionsbedingungen geben. Sie ersetzen jedoch nicht den Blick auf Zutatenliste, Etikett und konkrete Herstellerangaben.
Die Kauf-Checkliste
- Welche Kollagenart beziehungsweise Kollagentypen sind angegeben?
- Stammt der Rohstoff aus Rind, Fisch, Geflügel oder einer anderen Quelle?
- Handelt es sich um Hydrolysat, Peptide oder natives Kollagen?
- Welche weiteren Zutaten enthält das Produkt?
- Wie viel Kollagen ist pro Portion angegeben?
- Sind Herstellung und Produktionsort nachvollziehbar beschrieben?
- Stimmen Produktseite, Etikett und Verpackung miteinander überein?
Häufige Fragen
Kann man Kollagen Typ I und Typ II kombinieren?
Produkte mit Typ I und Typ II unterscheiden sich in Kollagenart, Rohstoff und häufig auch in der Portionsangabe. Halten Sie sich an die jeweilige Verzehrempfehlung. Bei Unsicherheit, bestehenden Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder besonderen Lebenssituationen ist eine Beratung durch eine ärztliche oder pharmazeutische Fachperson sinnvoll.
Warum unterscheiden sich die Portionsangaben?
Portionsangaben hängen unter anderem von Kollagenart, Produktform, Rohstoff und Herstellerempfehlung ab. Vergleichen Sie Grammangaben daher nicht isoliert, sondern immer zusammen mit der vollständigen Produktkennzeichnung.
Ist pflanzliches Kollagen eine Alternative?
Natürliches Kollagen stammt aus tierischen Quellen. Produkte, die als „pflanzliches Kollagen“ bezeichnet werden, enthalten in der Regel kein Kollagen, sondern andere pflanzliche Zutaten. Lesen Sie die Zutatenliste und die genaue Produktbeschreibung, um die Begriffe richtig einzuordnen.
Gibt es für Kollagen zugelassene Health Claims?
Für Kollagen beziehungsweise Kollagenpeptide gibt es derzeit keine spezifischen, EU-weit zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Aussagen über Heilung, Behandlung oder garantierte Verbesserungen sollten deshalb nicht aus der Produktbezeichnung abgeleitet werden.
Fazit
Typ I, Typ II und Typ III unterscheiden sich in ihrem natürlichen Vorkommen und in der Art, wie sie in Nahrungsergänzungsmitteln angeboten werden. Für eine gute Kaufentscheidung zählen neben dem Kollagentyp auch Rohstoffquelle, Zutatenliste, Produktform, Portionsgröße und Herstellungsangaben.
Hinweis: Diese Landingpage dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
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